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Funktionsweise Nähmaschine

Singer 8763

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Nähmaschinen sind Geräte, welche eine gewünschte Naht, bei der eingesetzte Fäden so verknotet werden, dass sie im Stoff verankert sind und nicht ohne Weiteres lösbar sind, herstellen. Sie sind Maschinen, durch die gleichartige Kleidung in großen Mengen hergestellt werden können. Mechanische Nähmaschinen haben sich in ihrer Arbeitsweise in den letzten zwei Jahrhunderten immer wieder entwickelt. Das Grundprinzip jedoch ist über all die Jahre nahezu identisch geblieben.

Stets wird hierbei aus dem Oberfaden auf der Unterseite des Nähguts eine Schlaufe gebildet, durch die der Unterfaden geführt wird. So wird verhindert, dass der oben eingenähte Faden wieder aus dem Stoff gezogen wird und es entsteht eine Naht. Bei diesem Fall handelt es sich um eine Zweifadennähmaschine mit Schnur- bzw. Doppelsteppstich. (Hochwertige Nähmaschine – Kaufberatung)

Eine weitere Möglichkeit ist es, dass entstehende Schlingen eines einzelnen Fadens immer wieder ineinandergreifen, hierbei handelt es sich um Einfaden- oder auch Kettenstich-Maschinen, welche aber heutzutage nur noch selten Verwendung finden. Insgesamt lassen sich hiermit Einfaden- und Zweifadenmaschinen unterscheiden.

Die Zweifadenmaschine

Neue Nähmaschinen sind zum größten Teil mit einem Ober- und einem Unterfaden ausgestattet, sodass sie zu den Zweifadenmaschinen zählen. Der sogenannte Steppstich ist der wohl bekannteste Nutzstich, welcher vor allem durch seinen geringen Verbrauch an Garn glänzt und auch Fehlstiche verzeiht, sodass stets eine starke Naht gebildet werden kann und von diesen Zweifadenmaschinen beherrscht wird.

Während des Nähvorgangs wird nun der Oberfaden durch das Öhr der oberen Nadel geführt und diese durch den Stoff geleitet. Mit einem sogenannten Ringgreifer wird sie zu einer Schlaufe geformt. Infolgedessen wird der Oberfaden zeitgleich auch noch mit dem Unterfaden verknüpft und eine Naht entsteht. Die Nähgeschwindigkeit wird mit einem Fußpedal gesteuert, mit dem man auch den Nähvorgang beginnt und enden lässt, sodass man die Hände frei hat, um das Nähgut wie gewünscht zu bewegen.

W6 N 1235/61 Nähmaschine Test

W6 N 1235/61 im Test.

Der Stofftransport

Der Transport des Nähgutes über die Nähfläche erfolgt mit dem Transporteur. Dieser ist auf der Nähfläche angebracht und besteht aus einem verzahnten höhenverstellbaren Lappen, der für den Vorschub des Stoffes sorgt. Dieser bewegt sich auf einer Schiene fort, welche sowohl nach oben, unten und seitlich fortbewegt wird. Es gibt jedoch auch Maschinen, die einen oberen und einen unteren Transporteur haben, wodurch die Fortbewegung des Stoffes gleichmäßiger ausfallen soll. Eine weitere Funktionsweise ist der Stofftransport via Schubrad. Es handelt sich hierbei um ein verzahntes Rad, welches den Stoff über die Nähfläche transportiert.

Analog und digital

Im Großen und Ganzen lassen sich Nähmaschinen in analoge und digitale Geräte einteilen. Digitale Nähmaschinen lassen sich über Displays und Bedienfelder verstellen und bieten viele verschiedene Funktionen an, so auch das Speichern bestimmter Stichmuster mitsamt Stichlänge und –breite. Analoge Nähmaschinen hingegen werden mit Knöpfen, Drehrädchen und Schiebereglern bedient.

Für die verschiedenen Näharbeiten sind sie gleichermaßen gut geeignet, für bestimmte Arbeiten müssen die Nähfüßchen ausgetauscht werden oder aber die Nähnadeln um optimale Ergebnisse zu erzielen.


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